PTBS verstehen

Was eine posttraumatische Belastungsstörung bedeutet – einfach erklärt.

Was ist der Unterschied zwischen Trauma und PTBS?


Ein Trauma entsteht durch ein belastendes Ereignis oder eine Reihe von Erlebnissen, die so überwältigend wirken, dass sie das seelische und oft auch körperliche Gleichgewicht stark erschüttern. Manche Menschen können das Erlebte mit der Zeit verarbeiten – andere entwickeln daraus eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). PTBS ist also nicht das Trauma selbst, sondern eine mögliche Folge davon. Sie kann Tage, Wochen, Monate oder sogar Jahre nach dem Ereignis auftreten.

 

Was ist eine komplexe PTBS (kPTBS)?


Neben der „klassischen“ PTBS gibt es die komplexe posttraumatische Belastungsstörung. Sie entsteht häufig nach langanhaltenden oder wiederholten traumatischen Erfahrungen, zum Beispiel in der Kindheit, bei häuslicher Gewalt oder in Gefangenschaft. Zusätzlich zu den typischen PTBS-Symptomen treten oft starke Stimmungsschwankungen, ein negatives Selbstbild und Schwierigkeiten in Beziehungen auf. kPTBS erfordert oft besondere Aufmerksamkeit und langfristige Unterstützung.

 

Häufige Symptome einer PTBS
 

Menschen mit PTBS erleben oft wiederkehrende Belastungen, die den Alltag massiv einschränken können, zum Beispiel:

  • Flashbacks
  • Albträume
  • Schlafprobleme
  • Überreiztheit
  • Übelkeit
  • Panikattacken
  • Schweißausbrüche
  • Dissoziation (Gefühl, nicht ganz „da“ zu sein)

 

Wichtige Begriffe in PTBS


Einige Fachbegriffe tauchen im Zusammenhang mit PTBS immer wieder auf. Hier eine kurze Erklärung der wichtigsten:
 

  • Flashback: Das plötzliche, intensive Wiedererleben eines traumatischen Ereignisses – so, als würde es in diesem Moment erneut geschehen.
     
  • Trigger : Ein Reiz (z. B. Geruch, Geräusch, Ort), der Erinnerungen oder Gefühle an das Trauma auslöst.
     
  • Retraumatisierung : Das erneute psychische Verletzen einer Person durch Situationen oder Handlungen, die das ursprüngliche Trauma in schmerzhafter Weise wieder aufleben lassen.

 

Alltag mit PTBS
 

PTBS kann sich im täglichen Leben sehr unterschiedlich zeigen:

  • Schwierigkeiten, Vertrauen aufzubauen
  • Vermeiden bestimmter Orte, Menschen oder Situationen
  • Probleme bei alltäglichen Dingen, wie Einkaufen oder Haushalt
  • Konzentrationsprobleme
  • Schnelle Erschöpfung
  • Plötzliche Panikattacken 
  • Körperliche Stressreaktionen bei harmlosen Auslösern
  • Gefühl ständiger Anspannung
  • Rückzug aus sozialen Kontakten
  • Schwierigkeiten im Beruf, im Umgang mit anderen Menschen
     

Diese Symptome können Betroffene stark einschränken und das Gefühl verstärken, nicht mehr „normal“ am Leben teilhaben zu können. Auch ist das Bewusstsein der Gesellschaft für Traumatisierte nicht sensibel genug und man stößt oft auf Unverständnis.

 

Positive Perspektive - Was kann helfen?
 

Auch wenn PTBS eine große Belastung ist, gibt es Wege, damit umzugehen:

  • Austausch mit anderen Betroffenen
  • Psychotherapie oder Traumatherapie
  • Entspannungstechniken wie Atemübungen oder Meditation
  • Bewegung und Sport
  • Kreative Ausdrucksformen (z. B. Malen, Schreiben, Musik)
  • Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe
     

Unsere Selbsthilfegruppe bietet dir einen geschützten Raum für Verständnis, Austausch und gegenseitige Unterstützung. 

Du bist nicht allein – gemeinsam lässt sich der Weg leichter gehen.


Hinweis
 ⚠️⚠️⚠️

 

Diese Informationen dienen nur zu allgemeinen Aufklärungszwecken und ersetzen keine medizinische oder psychotherapeutische Beratung. Die Liste der Symptome und Hilfsmöglichkeiten ist nicht vollständig. 
Alle Angaben ohne Gewähr. 


Bei akuten Belastungen oder Fragen wende dich bitte an qualifizierte Fachkräfte.

 

 

 

 

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